Ich bin weiblich, also muss ich…

  • putzen
  • kochen
  • Wäsche waschen
  • immer lieb und nett sein
  • mich benehmen
  • wissen, wie man sich in der Gesellschaft verhält
  • immer gestylt sein
  • knielange Röcke oder Kleider anziehen
  • mich sehr feminin kleiden
  • über mein Sexleben schweigen
  • stets höflich sein
  • auf der Suche nach meinem Prinzen am weißen Pferd sein
  • die Farbe Rosa super toll finden
  • einen ordentlichen Vorbau haben
  • unmenschlich klug sein
  • bildhübsch sein
  • Männer toll finden
  • schlank sein
  • Kurven haben
  • nicht allzu anstrengenden Sportübungen machen
  • Marken- und teure Designerkleidung lieben
  • hohe Schuhe tragen
  • meine Nägel lackieren
  • meinen Mund halten, denn meine Meinung zählt nicht
  • früh aufstehen, um mich zurecht zu machen
  • jedes Monat zum Frisör und zur Mani- und Pediküre gehen
  • einen Notendurchschnitt von 1,0 im Zeugnis haben

Jedes Mädchen beziehungsweise jede Frau hat es sicherlich schon erlebt, dass sie sich mit solchen Aufgaben anfreunden soll. Das weibliche Geschlecht soll stets höflich, lieb und nett sein. Sehr gebildet und fesch muss die Dame natürlich auch sein. Make-up, Mode und die Farbe Rosa liebt jede Frau – das denken viele. Doch wir leben im 21. Jahrhundert und wir sollten alle(!) – egal ob weiblich oder männlich – wissen, dass auch wir Frauen nicht minderwertiger oder weniger Wert aufgrund unseres Geschlecht sind.

Wir haben die schnellsten Autos, das neueste Smartphone und die trendigste Kleidung, aber wenn es um Gleichberechtigung geht, liegen wir weit hinten. Das Thema habe ich schon hier angeschnitten.

Frauen sind nicht nur das schwächere Geschlecht, sondern auch in der Arbeitswelt benachteiligt. In männerdominierenden Branchen, wie beispielsweise die Baubranche, müssen wir uns immer wieder unter Beweis stellen. Wir bekommen weniger Gehalt beziehungsweise Lohn, aufgrund unseres Geschlechts. Obwohl wir mehr Geld als das männliche Geschlecht benötigen. Wir müssen uns monatlich Hygieneartikel kaufen und hier rede ich nicht von Make-up, Haar- oder Nägelprodukten. Sondern schlichtweg von Binden, o.b. oder Slipeinlagen. Des Weiteren müssen wir jährlich zum Frauenarzt – doch welcher Mann geht regelmäßig und freiwillig zum Urologen?

Jede Saison kommt eine neue Modekollektion raus, da sollen wir uns einiges davon kaufen. Dazu kommt noch Make-up und etliche andere Beauty-Produkte, die wir uns kaufen sollen. Der nächst größere Brocken, der beispielsweise monatlich zu zahlen ist, ist die Pensionsvorsorge als Frau. Da wir weniger verdienen beziehungsweise irgendwann mal in Karenz gehen und danach höchstwahrscheinlich nur mehr als Teilzeitkraft wieder ins Arbeitsleben starten, verdienen wir noch weniger als zuvor. Das hinterlässt ein großes Loch in unserer Pensionsvorsorge.

Irgendwann kommt der Tag, an dem man Mutter wird. Vielleicht bekommt man eine Tochter, einen Sohn oder sogar Zwillinge – da kommt die nächste – beziehungsweise die wohl größte – Aufgabe im Leben einer Mutter auf sie zu. Und zwar die Vorbildfunktion! Was ist mir wichtig, dass mein Kind lernt beziehungsweise weiß.

Welche Ziele habe ich?

Was ist mir wichtig?

Wer bin ich?

Habe ich den idealen Partner? Beziehungsweise ist er bereit für ein Kind?

Wofür stehe ich ein?

Ost meine Beziehung stabil genug, um das durchzustehen?

Bin ich bereit meine Zeit für mein Kind zu opfern?

Verdiene ich genug?

Kann ich meinem Kind einiges bieten?

Diese Fragen sollte man rasch beantworten können, wenn man sich dafür entscheidet, in diese Vorbild-Mutter-Rolle zu schlüpfen. Mutter zu werden ist großartig, aber man sollte es sich gut überlegen. Denn ein Kind hat man ein Leben lang und man sollte ihm oder ihr eine schöne Kindheit und Jugend bereiten.

Bildung ist ein riesengroßes Thema! Hiermit möchte ich das Klischee, dass eine Frau sehr gebildet ist, hervorheben. Wir sehen einiges aus einem ganz anderen Blickwinkel, denken über ein Thema zig Mal nach und kommen auf diverse Möglichkeiten. Manchmal ist diese Prozedur sehr nervenaufreibend, aber so ist das eben im Leben einer Frau.

Ich selbst war nie gut in der Schule, weil ich zu faul zum Lernen war. Jetzt – fast ein Jahr nach meiner bestandenen Matura – bereue ich meine Schulzeit. Da ich nicht viel gelernt habe, durch meinen Lernschwund möchte ich jetzt umso mehr Wissen in mich stopfen. Vielleicht fange ich demnächst ein Studium an, wer weiß.

Mir liegt am Herzen, dass wir Frauen uns unabhängig im 21. Jahrhundert bewegen sollten und unser Leben nicht in die Hände anderer legen dürfen. Denn wir sind unseres Glückes Schmied. Manchmal macht man eine schwierige Zeit durch oder sieht sich das Verhalten einer Person einige Zeit an, doch wenn sich nichts ändert, dann musst DU dich verändern. Egal ob es sich um Freundschaft oder deine Beziehung handelt, wenn dir diese Bindung zu wenig beziehungsweise zu viel ist oder dir einfach nicht gut tut, dann beende die Beziehung oder distanziere dich von der Person. Bezüglich Freundschaft heißt das nicht gleich, dass du die Person ignorieren beziehungsweise online blockieren sollst, sondern man kann auch auf eine nette, sehr oberflächliche Art Kontakt haben, wie beispielsweise wenn man sich zufällig beim Einkaufen trifft.


Wie siehst du die Rolle der Frau?

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